within immersive murmurs
Dronenight mit Annie Aries, Lise Barkas, Luz González & Marta Zapparoli
Mit within immersive murmurs realisieren die WIM Bern und Flux Fusion eine Dronenight, die als kuratorische Kooperation neue ästhetische, räumliche und organisatorische Verbindungen schafft. Das Projekt rückt die vielfältigen Ausdrucksformen zeitgenössischer Drone- und Experimentalmusik ins Zentrum und zeigt, wie dieses Genre heute zwischen Komposition, Klangforschung, Performance und technologischem Experiment vermittelt. Die Zusammenarbeit zwischen der etablierten Berner Plattform WIM und dem jüngeren, experimentell ausgerichteten Format Flux Fusion verbindet unterschiedliche Perspektiven innerhalb der lokalen Szene und stärkt deren Resonanz über die Stadt hinaus.
Drone als musikalische Praxis eröffnet besondere Wahrnehmungsräume: Langsam sich verändernde Klänge, minimale Ereignisdichten und kontinuierliche Schwingungen erzeugen eine vertiefte, körperlich-zeitliche Erfahrung. Die Dronenight nutzt diese Qualität, um das Publikum in eine Hörsituation zu führen, die gleichermaßen kontemplativ, intensiv und reflektierend ist. Das Zusammenspiel verschiedener klanglicher und performativer Ansätze schafft eine immersive Atmosphäre, die bewusst auf Dauer, Transformation und Präsenz setzt.
Anne Aries
Zwischen feinen Texturen und dichten Klangfeldern entfalten sich langsam verändernde Strukturen. Im Zentrum steht die Wechselbeziehung von generativen Prozessen, Algorithmen und Performance. Aus sich entwickelnden Klangverläufen entstehen vielschichtige, lebendige Klanglandschaften, die sich während der Performance kontinuierlich wandeln und neue Räume eröffnen.
Lise Barkas
Die in Straßburg lebende Musikerin Lise Barkas spielt Drehleier und Dudelsack. Sie hat ihr instrumentales Können sowohl bei volkstümlichen Balltänzen als auch bei Noise-Konzerten verfeinert. Ihr Spiel ist geprägt von den jüngsten Revivals traditioneller Musik und Begegnungen mit anderen Experimentalmusiker:innen und Improvisator:innen. Neben Soloauftritten mit akustischen Instrumenten arbeitet sie mit verschiedenen Musikern zusammen, darunter Yann Leguay, Jean-Baptiste Geoffroy und Zoe Heselton.
Luz González
Luz González‘ Musik konzentriert sich auf die Körperlichkeit des Klangs. Was wir hören, wird transformiert, zerlegt, neu zusammengesetzt: Geräusch, Rhythmus und Harmonie verwachsen zu etwas Drittem – Musik als Skulptur, als Raum, als lebendige Substanz. Peitschende Rhythmen, komplexes Sounddesign und ständige Verzerrungen bilden eine Klangwelt jenseits aller Genres. Genau das macht seine Wirkung aus. Die Musik von Luz González bildet eine Reise durch intime und archaische Zustände, eine physische Erfahrung, eine Durchquerung von Umgebungen, die gleichzeitig industriell, rau, sanft und verletzlich sind.
Marta Zapparoli
Marta Zapparoli ist eine in Berlin lebende italienische Klangkünstlerin, Komponistin, Performerin und unabhängige Forscherin, deren Arbeit sich mit dem unsichtbaren elektromagnetischen Spektrum durch ortsspezifische Performances und analoge Klangexperimente beschäftigt. Mit Hilfe von Antennen (teilweise handgemacht), Radioempfängern und analoger Technologie untersucht sie die „Technologische Natur” und „other-than-human voices“, fördert das Bewusstsein für unsere kosmischen Verbindungen, bietet neue Perspektiven auf unsere anthropogene Realität und vertieft das Zuhören als politische Praxis.