VerTönt! 029
Julia Frischknecht (Sopran), Dorote Vdovinskyte (Klavier), Alexandru Gavrilovici (Violine) und Pedro Fernandes (Violoncello) spielen Werke von Paul Juon, Heitor Villa-Lobos, Sándor Veress und Dmitri Schostakowitsch
«Dies ist eine Sonate mit neoromantischem Charakter, vollklingend, angenehm und schwungvoll geschrieben. Sie ist interessant und dankbar zu spielen …»; so schrieb der Celllist Joseph Press anlässlich der Uraufführung des Werks op. 54 von Paul Juon.
Ein Werk, geprägt von russischen Melodien, aufbauend auf Borodin und Tschaikowsky.
Stimme und Instrument werden in einem der ersten Werke, die Heitor Villa-Lobos während seines Pariser Aufenthalts in den 1920er Jahren komponierte, als gleichberechtigte Partner betrachtet – sie imitieren, jagen und laufen sich gegenseitig hinterher … Der «modernistische Nationalismus» ist in der Suite, die auf Textfragmenten von Mário de Andrade basiert, deutlich zu erkennen.
«Schostakowitsch schafft mit seinen Romanzen nach Texten von Blok eine Musik, die reflektierende, introvertierte, stark kammermusikalische und auf das Wesentliche konzentrierte Züge trägt. Sie sind ein Meisterwerk der Vokallyrik, das in Schostakowitschs Schaffen nicht ihresgleichen hat und zu den wundervollsten Vokalzyklen des 20. Jahrhunderts gehört.» (Krzysztof Peters)
Jedes der 5 Klavierstücke von Sándor Veress ist von einer bestimmten Tonordnung geprägt. So entstehen das erste und fünfte Stück aus dem Terzruf, das zweite spielt mit einem Tanzrhythmus, im vierten lösen sich alle Konturen auf, und im zentralen dritten Stück entfaltet sich eine rufartige Melodik.
Trotz ihrer Kürze haben die Klavierstücke eine zentrale Bedeutung im Gesamtschaffen von Veress.
Fünf bis sieben Mal pro Saison, immer samstags um fünf, finden im luftig-hellen Ladenlokal des Musikhauses Müller & Schade Konzerte statt mit Musik aus dem reichen Verlagsbestand des Hauses.
Renommierte MusikerInnen aus Bern und fern bringen Programme zum Klingen, wo diese Verlagswerke in einen vielfältigen Dialog mit anderen Kompositionen, Verlagen, Kulturen treten – und so mehrschichtig VerTönt! werden.